Telefonhäuschen 90 TelH90

TelH90 mit alter Fernkennzeichnung und TelHb90

Foto: Mit freundlicher Genehmigung M. Bernhardt

Eckdaten/Kurzbeschreibung:

 

Modell-Bezeichnung:       Telefonhäuschen 90

 

Abkürzung/Kurzform:       TelH 90

 

Umgangssprachlich:        Telefonzelle

 

Hersteller:                          z.B.: Quante Wuppertal

 

Hergestellt von/bis:           1992 - ? (Serienmodell)

 

Eingeführt:                           1992 bei der Deutschen Bundespost/Telekom

           

Außerdienststellung:          Immer noch das Standard-Telefonhäuschen der DTAG/T-Com

 

Material:                               Kunststoff, Glasfaserverstärkter ungesättigter Polyester (UG-GF)

      

Farbe:                                   weißgrau mit magentafarbenen Dach, PUR-Lack-Beschichtung

 

 

 

Beschreibung:          

         

 

Ausführung: Alle wesentlichen Teile des TelH 90 bestehen aus glasfaserverstärktem Polyester. Hinweis- und Werbeflächen sind aus Plexiglas. Flächen mit besonderer Abnutzung sind mit korrosionsgeschützten Edelstahl-Blechen abgedeckt.

 

Tür: Die Tür ist oben und unten zapfengelagert. Sie ragt geöffnet 95 cm aus der Vorderfläche heraus. Als Türschließer und Türanschlag wird eine wartungsfreie Kombination aus Stoßdämpfer und Torsionsbuchse eingesetzt. Die rechts angeschlagene Tür ist mit einem Sicherheitsschloss (Postschließung schwarz oder grün) verschließbar.

 

Das TelH 90 kann auch von Rollstuhlfahrern benutzt werden. Hierbei bleibt jedoch die Tür während der Benutzung offen.

Die Eingangsschwelle ist 2,5cm hoch,  das lichte Türmaß beträgt in der Breite 85,5cm.

 

Verglasung:. Die 6 Scheiben sind aus Einscheiben-Sicherheitsglas und haben alle die gleiche Größe.

 

Lackierung:  PUR-Lack-Beschichtung

 

Beleuchtung: Doppelleuchte für 2 Kompakt-Leuchtstofflampen (Sockel 2G11). Selbsttätiges Ein- und Ausschalten durch Dämmerungsschalter.

Die im Dachbereich befindlichen Piktogrammfelder (105x105mm) werden von der Innenbeleuchtung hinterleuchtet.

 

Schutzschrank: Der Schutzschrank enthält einen Endverzweiger für das Fm-Kabel sowie für das Niederspannungskabel einen Anschlusskasten. Die frontseitige Schranktür hat ein Doppel-Kastenriegelschloss für zwei Profilhalbzylinder.

 

Be- und Entlüftung : Lüftungsschlitze im Sockelbereich des TelH 90, Entlüftung im Dachbereich über, mit Schalldämmstoffen belegte Kanäle.

 

Rückwand: Die Innenseite der TelH-Rückwand ist eingerichtet für den wahlweisen Einbau eines MünzFw oder ÖKartTel und eines Notrufmelders; in der Doppelwandung ist die Anschlussverkabelung zum Schutzschrank (unten rechts) geführt.

Im oberen Teil der Montagewand befindet sich bei frühen Modellen des TelH 90 rechts der Fernmeldeanschluss und die Stromsicherungen und links ein Leerraum zum Einbau einer „birdie“-Bsiststation.

Im Feld rechts über dem MünzFw befindet sich eine vertieft angeordnete und mit Acrylglas abgedeckte Aufnahmemöglichkeit für das ON-Kennzahlen-Verzeichnis. Rechts neben dem MünzFw lässt sich wahlweise ein Buchtisch oder eine Mehrfach-Buchschwinge, Ausführung l oder III montieren.

 

Montage: Zur Montage des TelH dient ein am Aufstellungsort vorzubereitendes Fundament aus Fertigbauteilen mit Ankerschrauben (Fundamentring). Als Fundament werden die gleichen Fundamentringen eingesetzt wie beim FeH 78 bzw. TelH 90Sh, jedoch unter Verwendung kürzerer Schrauben. Bleibt ein vorhandenes Fundament unverändert bestehen, müssen die Schrauben nach der Montage über der Mutter gekürzt werden. Die Oberfläche des obersten Ringes muss mit dem späteren Erdniveau am Türeingang in gleicher Höhe liegen.

 

Mehrfachaufstellung: Für die Mehrfachaufstellung stehen Verbindungsrahmen für die Aufstellung Seite an Seite und Rücken an Rücken zur Verfügung.

 

Maße:

Grundfläche 1000x1000mm

Höhe: 2330mm

(Gleiche Grundfläche und Höhe wie die TelHb 90)

 

Gewicht:

Ca. 350 Kg

 

Fundamentringe aus Stahlbeton:

(Angaben beziehen sich auf zwei Stück, zusammen gefasst als ein Fundament):

Maße: B: 1300x H: 360x T: 1300mm

Gewicht: 130kg

 

 

Sonstiges/Besonderheiten: 

 

- Ende der 80er jahre wurden die  ersten TelH 90 im Feldversuch getestet, damals  farblich noch anders gestaltet, im typischen Postgelb. RAL 1032 (ginstergelb) und RAL 7012 (basaltgrau)

 

Ab April 1992 wurde beim TelH 90 der Deutschen Bundespost/Telekom ein neues Farb-Design  „weiß/grau/magenta“  (RAL 7012 basaltgrau , NC 1500 und RAL 4010 Telemagenta) eingeführt, so wie wir es heute ( Stand 2013) noch auf den Strassen sehen. Zunächst wurden von diesem TelH 90 zusammen 150 Stück in Berlin, München und Leipzig augestellt. Weitere folgten in Frankfurt, Bonn, Darmstadt, Dortmund, Dresden und Rostock.

Die Gesamtstückzahl diesen neuen errichteten TelH 90 betrug im Jahr 1992 ca. 8000 Stück.

 

Ab 1994 war das TelH 90 vom Hersteller Quante in zwei Ausführungen lieferbar:

- Tür-Anschlag links

- Tür-Anschlag rechts

 

 Auf den TelH 90 war die Montage eines beleuchteten Fernkennzeichens möglich.