Telefonhäuschen 90sh TelH90sh
TelH90sh mit MünzFw21
Eckdaten/Kurzbeschreibung:
Modell-Bezeichnung: Telefonhäuschen 90 Sh und 90 s, Design. Sapper
Abkürzung/Kurzform: TelH 90 Sh TelH 90 s
Umgangssprachlich: Telefonzelle
Hersteller: Stewing, Quante
Hergestellt von/bis: ab 1989 (Serienmodell)
Eingeführt: 1989 bei der Deutschen Bundespost/Telekom
Außerdienststellung: Immer noch bei der DTAG/T-Com in der Fläche zu finden
Material: Kunststoff, Glasfaserverstärktes Polycarbonat (PC-GF)
Farbe: Zweikomponentenlack (DD-Lack) ginstergelb RAL 1032, Fensterrahmen schwarz RAL 9011, ab Anfang/Mitte 90er Jahre bei der DTAG weiß mit grau und magentafarbener Dach-Haube
Beschreibung:
Design: Sapper
Ausführung: Alle wesentlichen Teile des TelH 90sm wie Gehäuse, Tür und Abdeckplatte für Hausanschluss- und Sicherungskasten bestehen aus glasfaserverstärktem Polycarbonat (PC-GF)
Fußboden: Polyester-Bodenplatte mit speziellem Anti-Rutsch-Belag auf PVC-Basis
Tür: Die Tür des TelH 90 sh ist in wartungsarmen Lagern eingehängt. Im unteren Lager befindet sich eine Torsionsbuchse zur Regelung des Türanschlages, und zur Türschließung ist im Dachrahmen ein Stoßdämpfer zwischen dem Schließgestänge eingebaut.
Die geöffnete Tür ragt nur 85,5cm über die Vorderfläche hinaus.
Neben dem Türgriff befinden sich zwei Platten auf welchen Piktogramme ( Hörersymbol International, Kartentelefon o.ä….) aufgeklebt werden können
Die Tür ist mit einem Sicherheitsschloss (Postschließung schwarz oder wahlweise ab Hersteller grün) verschließbar.
Das TelH 90 sh kann auch von Rollstuhlfahrern benutzt werden. Hierbei bleibt jedoch die Tür während der Benutzung offen.
Verglasung:. 28 Stück, gleiche Glasscheiben aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) in verschraubten Gummirahmen.
Lackierung: Zweikomponentenlack (DD-Lack) ginstergelb RAL 1032, Fensterrahmen schwarz RAL 9011 . Die Farbgebung änderte sich ab Anfang/Mitte der 90er Jahre in die typischen DTAG-Konzernfarben weiß mit grau und magentafarbener Dach-Haube
Beleuchtung: Doppelleuchte Modell „Norka“ für 2 Kompakt-Leuchtstofflampen. Selbsttätiges Ein- und Ausschalten durch Dämmerungsschalter.
Schutzschrank: Der Schutzschrank enthält einen Endverzweiger für das Fm-Kabel sowie für das Niederspannungskabel einen Anschlusskasten. Die frontseitige Schranktür hat ein Doppel-Kastenriegelschloss für zwei Profilhalbzylinder.
Be- und Entlüftung : Lüftungsschlitze zwischen Seitenwände, Tür und Bodenrahmen sowie im Dachrahmen und der Lüftungsöffnung zwischen Haube und Dach.
Rückwand: Die Montageplatten für das Endgerät (Münzer oder Kartentelefon), die Bodenplatte und ein eventueller Buchablagetisch welcher statt der standardmäßigen Buchschwinge eingebaut werden kann, sind aus Polyester (UP-Gf) hergestellt.
Hinweis- und Werbeflächen sind mit Plexiglasscheiben abgedeckt.
Flächen mit besonderer Abnutzung sind mit korrosionsgeschützten Edelstahl-Blechen abgedeckt.
Montage: Zur Montage des TelH dient ein am Aufstellungsort vorzubereitendes Fundament aus Fertigbauteilen mit Ankerschrauben (Fundamentring). Als Fundament werden die gleichen Fundamentringen eingesetzt wie beim FeH 78.
Maße:
Grundfläche 1000x1000mm
Höhe: 2570mm
Gewicht:
Ca. 300 Kg
Fundamentringe aus Stahlbeton:
(Angaben beziehen sich auf zwei Stück, zusammen gefasst als ein Fundament):
Maße: B: 1300x H: 360x T: 1300mm
Gewicht: 130kg
Sonstiges/Besonderheiten:
Anfangs ab Einführung als TelH 90 S (S = Sonderform) später dann als TelH 90 Sh (Sh = Stadtbild historisch) bezeichnet.
Dieses Telefonhäuschen TelH 90 Sh wurde speziell für eine bessere Anpassung an historische Stadtumgebungen und dörfliche Bereiche mit Fachwerkbauten entwickelt.
Charakteristisch dafür sind die fachwerkartig eingesetzten Scheiben und das Spitzdach, die ihm eine besondere Ausstrahlung verleihen.
Konsequenter Designstil prägt das neue Telefonhäuschen in seiner Außenansicht, so daß es sich hervorragend seiner Umgebung anpasst.
Bei der Konzeption und Gestaltung wurde über die äußerlich erkennbaren positiven Merkmale hinaus, großen Wert auf eine ergonomische Innengestaltung , besondere Reinigungs- und Wartungsfreundlichkeit sowie ausreichend Platz für Kundeninformationen gelegt.
Darüber hinaus wird dieses Telefonhäuschen allen Anforderungen, die durch Behinderte gestellt werden, gerecht. Die große Türöffnung erleichtert Rollstuhlfahrern das Einfahren wesentlich.
Auf der Dach-Haube des TelH 90 sh war bei vorhanden sein eines NRM im Häuschen die Montage einer SOS-Notrufmelder „Kennzeichnungsfahne“ möglich